Wilder Thymian (Thymus serpyllum)

Auf naturbelassenen Bergwiesen, Trockenwiesen und an sonnigen Hängen blüht jetzt wieder der wilde Thymian. Wenn er sich an einem Platz wohl fühlt, breitet er sich gerne aus. Quirlig und frech streckt er seine kleinen, zarten Blütenköpfchen der Sonne entgegen. Auf Alpweiden legt er seine verholzten Ableger gerne über Steine und nutzt deren wärme. Sonne, Trockenheit und karge Böden mag der Thymian besonders. Den manchmal rauen Alpentagen trotzt der mit Geduld und Zuversicht.

 

Ein bescheidenes Wesen das wenig benötigt um seine ganze Kraft zu entfalten. Seine Genügsamkeit beansprucht er nur für sich und verschenkt seine Kräfte lieber. Seine Gaben sind immens gross, er überlässt uns seine ganze Kraft, Stärke und Wärme die er während den Sommertagen sammelt.

 

So kann das blühende Kraut während der ganzen Blütezeit gesammelt und getrocknet werden. Der Geschmack ist aromatisch, herb, würzig etwas süss und leicht bitter. Als Tee in den kalten Wintertagen genossen, spendet er Sonnenwärme.

 

Der Quendel kann zu denselben Heilzwecken wie der echte Thymian eingesetzt werden. Ein Tee aus getrockneten Blüten und Blättern wirkt hervorragend bei Katarrhen der oberen Luftwege, Erkältungen, Grippe und auch bei Bronchitis. Die Pflanze hat eine krampflösende Wirkung und hilft beim Abhusten. Mit seinem Wirkungskomplex regt er auch die Speichel- und Magensaftsekretion an und kann bei Blähungen und Völlegefühl eingesetzt werden.

 

Auch in der Küche lässt sich der Thymian vielseitig verwenden. In aromatischen, mediteranen Gerichten entfaltet er sein würziges Aroma. Fleischgerichten, Ofenkartoffeln oder Gemüse verleiht er einen frischen Pep.