Vogelmiere (Stellaria media)

Endlich kann auch ich einen Frühlingsbeitrag posten. Mit Sehnsucht habe ich die fröhlichen Bilder und die beschwingten Beiträge angeschaut, von Menschen die in tieferen Lagen zu Hause sind. Bei uns am Fusse der Berge hat es letzte Woche angefangen zu tauen. Und nur ein paar Tage später spriessen und wachsen die ersten Kräuter und Blumen, zeigen sich von ihrer schönsten Seite als ob es einen Wettbewerb zu gewinnen gibt... Obwohl es jedes Jahr das gleiche Schauspiel ist, bewundere ich dieses erwachen und erblühen alle Jahre wieder.

 

Heute habe ich nebst den bunten Farbtupfern von Primeln, Märzenblümchen und Schneeglöckchen eines der anpassungsfähigsten Frühjahrskräuter gefunden. Die Vogelmiere die so manchen Gärner in den Wahnsinn treibt, ist in Wahrheit ein schmackhaftes Wildkraut. Vitamine, vor allem Vitamin C in hohen Mengen und Mineralien stecken in diesem kriechenden, robusten Pflänzchen. Dieses milde, knackig-frische Blattgemüse im Salat oder als Suppenbeilage eine Willkommene Bereicherung. Der Wandel der Jahreszeit zeigt sich nicht nur in der Natur sondern auch auf dem Teller, wo nun das frische Blattgemüse langsam aber sicher die nährenden Knollen und Wurzelgemüse des Winters ablösen.

Die Vogelmiere ist ein wahres Kraftpaket das auch als Heilkraut einen positiven Aspekt, vor allem auf den Hautstoffwechsel hat, was wahrscheinlich auf seine entgiftende und reinigende Eigenschaften zurück zu führen ist. Aus den überlieferten Schriften geht hervor, dass die Vogelmiere hauptsächlich als Stärkungsmittel bei auszehrenden Krankheiten eingesetzt wurde. Bei entzündlichen Prozessen oder Hautausschlägen zeigt es eine sanfte und nachhaltige Wirkung. Äusserlich als Salbe aufgetragen, bewirkt es eine juckreizlindernde Wirkung bei Hautproblemen.