Bärlauch (Allium ursinum)

Dieses Foto mit der unterirdischen Zwiebel die gut zu sehen ist, zeigt, dass der Bärlauch zur Gattung Allium gehört. Er ist somit auch mit dem Lauch, der Zwiebel und dem Knoblauch verwandt. Schön zu sehen ist auch wie die Blätter des Bärlauchs aus den Zwiebeln treiben. Die Knollen warten sehnsüchtig nach warmen Tagen und einem ersten Regenschauer. Sofort spriesst diese weitverbreitete Pflanze und wächst dem Licht entgegen. Sie entfaltet sich gerne in schattigen Wäldern und bildet dort einen saftig-grünen Teppich. Nach ihrer Blütezeit ziehen sie sich wieder in den Boden zurück und schlummern bis zum nächsten erwachen.

 

Schon lange bevor unser Auge dieses Kraut erblickt, steigt der aromatische Geruch vom Bärlauch in unsere Nase. Heute geniessen wir die schmackhaften Blätter von dieser Pflanze als Salatbeilage, als Pesto oder als Spätzli. Der Bärlauch boomt und hat es bis in die Gourmetküchen geschafft. Kein Wunder schliesslich ist dieses Wildgemüse nicht nur gesund sondern schmeckt auch noch richtig lecker. Sobald der Bärlauch in die Blüte geht, werden die Blätter ledrig und sind nicht mehr geniessbar. Dafür können die wunderschönen, weissen Blütenkugeln gesammelt und in der Küche verarbeitet werden. Das Auge ist mit bei diesem sinnlichen Genuss.

 

Die ätherischen Öle mit seinen flüchtigen Schwefelverbindungen regen den Stoffwechsel an und haben eine entgiftende Wirkung. Vitamin C, Mineralstoffe wie Kalium, Kalzium und Eisen sind wichtige Inhaltsstoffe die unser Organismus im Frühling besonders freudig aufnimmt. Nun wünsche ich allen frohes Bärlauch sammeln und geniessen.