Löwenzahn (Taraxacum officinale)

Perspektivenwechsel – (Aus) Sicht eines Löwenzahns…

 

Wir alle kennen die leuchtend gelben Laternen die zu Tausenden die Aprilwiesen schmücken. Die Lebendigkeit und Fröhlichkeit die diese Blume in uns weckt. Und die weissen Fallschirmchen die jedes Kinderherz erfreuen. Die Kleinen, die mit einem Lächeln im Gesicht und mit einem tiefen pusten die Schirme auf eine lange Reise schicken. Bevor das Abenteuer der Pusteblume beginnt, wird die Knospe von schützenden Hüllblättern behütet wie hier auf diesem Bild sichtbar ist.

 

Bevor der Löwenzahn in die Blüte geht, können die ersten, zarten Blätter dieser Pflanze geerntet werden. Sie schmecken aromatisch und etwas bitter. In diesem Kraut steckt eine enorme Energie und Kraft. War die Pflanze im Mittelalter noch selten ist sie heute auf der ganzen Welt verbreitet, wächst auf überdüngten Wiesen in Hülle und Fülle und lässt sich auch in kargen Bretonischen nieder, die nur wenig Humus bieten. Viele Pflanzen haben Mühe mit der klimatischen Veränderung und der heutigen Belastung aus der Umwelt. Doch den Löwenzahn schert das nicht. Im Gegenteil seine Mission heisst, ich setzte mich durch, ich handle, ich strahle, ich bin Standhaft, ich helfe, ich reinige. Was für eine Tugend! So unerschrocken wie er der Umweltthematik trotzt, so nachhaltig hilft er unserem Organismus bei der Entgiftung und Reinigung. Die Löwenzahnblätter haben eine stoffwechselaktivierende Wirkung. Sie sind reinigend, entgiftend und regen die Nierentätigkeit an. Durch diesen Hausputz im Körper können viele Leiden positiv beeinflusst werden. Seine Bitterstoffe regen die Leber- und Gallensäfte an. Der Löwenzahn hilft unter anderem bei Ekzemen, Rheumatischen Beschwerden, Stoffwechselproblemen oder bei Müdigkeit und Abgeschlagenheit. Jetzt ist die ideale Sammelzeit der Löwenzahnblätter. Es ist eine schmackhafte und nährstoffreiche Salatbeigabe. Und eine Löwenzahntinktur ist bei vielerlei Beschwerden hilfreich. Ich wünsche euch frohes Sammeln.