Klatschmohn (Papaver somniferum)

Mohnblume (Papaver rhoeas)

 

Der Mohn ist ein Archäopyt „Altbürger“. Die knallrote Blume begleitet den Menschen seit der Jungsteinzeit. Seit der Epoche als die Nomaden durch den Ackerbau und die Nutztierhaltung langsam Sesshaft wurden. Ein Gewächs, das sich mit Hilfe der Menschen von Eurasien aus, durch den Ackerbau und den Handel mit Getreide, Rund um die Welt verbreitet hat. Eine Pflanze deren Samen in der Erde viele viele Jahre schlummern kann und erst wieder zum Blühen kommt, wenn die Bedingungen für sie ideal sind. Eine Blume die einst die Kornfelder in ein rotes Meer verwandelt hat und heute in den Äckern nur noch selten anzutreffen ist. Was möchte uns der Mohn wohl vermitteln?

 

Lebenskraft und Durchhaltewille steckt wohl im Samen des Klatschmohns der Geduldig wartet bis seine Zeit reif ist. Wenn die Samen keimen und die fröhlichen Blüten ihre Köpfchen zwischen Mai und Juni dem Himmel entgegenstrecken, versprüht die Blume Lebensfreude, Fröhlichkeit und öffnet das Tor zur Liebe der Natur. Einige Maler und Musiker haben sich vom Mohn verzaubern lassen und inspiriert von ihrer Schönheit, Gemälde, Gedichte oder Lieder erschaffen die von Sehnsucht, Liebe und Freude erzählen.

 

Mythologische Überlieferungen berichten, dass der Mohn eine Pflanze zwischen Liebe und Schmerz darstellt, die rote Blüte wird der brennenden Liebe zugeordnet und die dunkel gefärbten Samen in der Mitte dem tiefen Schmerz, der die Liebe hervorbringen kann.

 

Der Schlafmohn ist ein naher Verwandter vom Klatschmohn. Was ich sehr interessant finde ist, was der Schlafmohn für eine medizinische Wirkungsweise hat, in Bezug auf die Geschichten, die über den Mohn erzählt werden. Der Schlafmohn (Papaver somniferum) enthält viele giftige Alkaloide. Aus dem weissen Milchsaft wird Opium hergestellt und als Drogenmittel missbraucht. Morphin ein Bestandteil aus dem Opium wird synthetisch für medizinische Zwecke hergestellt. Es gehört zu den wichtigsten Mitteln bei starken und stärksten Schmerzen. Eine Pflanze in deren Samen eine Lebenskraft wohnt und um die Liebe und die tiefsten Schmerzen weiss, kann die stärksten körperlichen Leiden betäuben.

 

Ein weiterer Vertreter ist der Gelbe Mohn oder der Kalifornische Mohn (Escholzia calofornica) der in der Pflanzenheilkunde eingesetzt werden darf. Dieser wirkt schwach sedativ und schlaffördernd ohne narkotisch zu sein oder abhängig zu machen. Er hat eine ausgleichende und beruhigende Wirkung. Der Gelbe Mohn wird bei Schlafstörungen eingesetzt, Kinder und ältere Menschen sprechen sehr gut auf diese pflanzliche Arznei an.

Lass dich von den roten Blüten inspirieren und gönn dir eine kurze Auszeit.