Königskerze (Verbascum densiflorum)

Als Kind habe ich die riesengrossen Königskerzen bewundert und mich gewundert warum eine Blume grösser sein kann als ein Mädchen. Ich habe mich neben diesen langen Stängel voller gelben Blüten gestellt und an ihm staunend hochgeschaut. Noch heute verehre ich diese aufrechte Pflanze, obwohl ich mittlerweile oftmals mit den obersten Blüten auf Augenhöhe stehe. So eine ausgewachsene Königskerze kann gut und gerne bis zu 1.80 Meter hoch wachsen.

 

 

Jahre später weiss ich noch wo „meine“ Königskerze aus den Kindertagen gestanden hat. Heute wie damals begleitet mich das Gefühl der Ehrfurcht vor der Wetterkerze wie die Blume auch genannt wird. In ihrer Gegenwart verspüre ich Geborgenheit, Ruhe und Wärme, eine Art Schutz. Durch meine Arbeit mit den Kräutern habe ich erfahren, dass die Königskerze eine magische Pflanze ist. Sie besänftigt das Gemüt und reinigt die Aura vor negativen Energien und wirkt entspannend, entladend. Als Kind habe ich diese Informationen instinktiv wahrgenommen.

 

 

Die Königskerze ist nicht nur eine Zauberpflanze sondern auch eine Heilpflanze. In jeder Hustenteemischung sind bei mir die Blüten der Königskerze enthalten. Die Blüten enthalten vor allem Schleimstoffe und Flavanoide. Diese helfen bei Katharren der Luftwege, insbesondere wenn eine grosse Reizung zu verspüren ist, sowie bei chronischen Bronchialleiden. In der Volksheilkunde wurde die Pflanze auch als schweisstreibendes Mittel bei grippalen Infekten verwendet. Der Geruch der einzelnen gelben Blumen ist leicht honigartig. Der Geschmack der Blüten ist mild, süsslich, schleimig und kühlend. So schliesst sich der Kreis und einmal mehr wird sichtbar wie die Energie die eine Pflanze ausstrahlt mit ihrem Geschmack und ihren Einsatzgebieten in Einklang steht.