Vogelmiere - Stellaria media

In England heisst die Vogelmiere Chickweed. Auf den britischen Inseln hat dieses Kraut eine lange Tradition in der Pflanzenheilkunde und wird bis heute erfolgreich eingesetzt. Diese Pflanze hat entgiftende Eigenschaften und eine kühlende Wirkungsweise. Sie hat einen positiven Einfluss auf den Hautstoffwechsel. Bei entzündlichen Prozessen oder Hautausschlägen zeigt es eine sanfte und nachhaltige Wirkung. In alten Kräuterbüchern steht, dass die Vogelmiere oftmals als Tonikum bei zehrenden Krankheiten eingesetzt wurde. Was mich an den Pflanzen am meisten fasziniert ist, dass wir ihre Wirkungsweisen anhand ihrer Signaturen erkennen können. Auch beim Chickweed ist dies gut nachvollziehbar. In erster Linie wächst die Vogelmiere auf aufgerissenen Böden und schützt die Erde dort vor Verbrennungen und dem Austrocknen. Sie umhüllt den Boden und schützt ihn mit ihrem umhüllenden Wesen.

 

Dieses unverwüstliche Kraut wächst in Gärten, Äckern, Weinbergen, an Waldrändern und auf brachem Boden. Es ist eines der robustesten Kräuter das ich kenne. Während diesem milden Winter habe ich oft blühende Vogelmieren gesehen. Und jetzt ist die Pflanze in vollster Kraft und schmeckt wunderbar in Wildkräuter Gerichten als Suppe, Salat oder Gemüse. Der Geschmack ist mild und erinnert an Maiskölbchen. Die Vogelmiere kann das ganze Jahr über geerntet werden. Doch jetzt im Frühjahr enthält die Pflanze am meisten wertvolle Inhaltsstoffe und hilft den Organismus zu reinigen und zu stärken. Durch die Aufnahme von diversen Vitaminen und Mineralstoffen wird die Körperabwehr gestärkt.

 

Du erkennst die Pflanze daran wie sie sich polsterartig ausbreitet. An den runden, niederliegenden oder aufsteigenden Stängeln sitzen kleine, eiförmige Blätter. Die feinen, weissen, sternförmigen Blüten zeigen sich von März bis Oktober und manchmal auch übers ganze Jahr.