Frauenmantel - Alchemilla vulgaris

Der Frauenmantel verkörpert das Urweibliche Prinzip. Im Schoss des mantelartigen Blatts hütet die Pflanze die silberschimmernden Gutationstropfen. Bereits die Germanen verwendeten den Frauenmantel und verehrten sie als heilige Pflanze, sie wurde der Freya geweiht, der Göttin der Liebe und Fruchtbarkeit.

 

Mit ihrer schützenden, umhüllenden Art unterstützt das Frauenmänteli die weiblichen Geschlechtsorgane. In erster Linie hat dieses milde Kraut eine regulierende, harmonisierende und stärkende Wirkungsweise. Das Wesen dieser Pflanze hilft Frauen Ja zur Weiblichkeit und den dazugehörigen weiblichen Rhythmen und Zyklen zu sagen. So hilft sie bei Menstruationsbeschwerden und in den natürlichen Übergängen vom Kind zur jungen und fruchtbaren Frau, zur Mutter und schlussendlich im letzten Transformationsprozess zur weisen Frau.

 

In der Antike wurde es als blutstillendes Mittel bei innerlichen und äusseren Verletzungen verwendet. Die adstringierende und entzündungshemmende Eigenschaft hat die Pflanze den Gerbstoffen und Flavanoiden zu verdanken.

 

Auf Alpweiden und in den extensiv genutzten Bergwiesen zeigt sich das Frauentmänteli nun in vollster Pracht. Gerade jetzt bei dem feuchten Wetter versprüht sie ihre Magie. Die silbernen Tropfen die in den Wiesen wie Perlen scheinen, haben bereits die Alchemisten der Antike in ihren Bann gezogen.