29. März 2020
Ein Virus bremst die Welt, ein nie dagewesenes Szenario auf dem ganzen Erdball. Marode Systeme sind sichtbar. Werte die lange flach gehalten wurden werden wichtig. Chaos im aussen und im innen. Die Wirren rütteln am Seelenfenster, die Wände der Herzen sind dünn, durchlässig. Die Stunde um im Herzen zu erwachen. Gestern auf meinem täglichen Streifzug in der Natur sind mir die ersten offenen, strahlenden Löwenzahnblüten begegnet. Was für eine Freude! Sofort kam der Gedanke: Es zeigen sich...
27. März 2020
In England heisst die Vogelmiere Chickweed. Auf den britischen Inseln hat dieses Kraut eine lange Tradition in der Pflanzenheilkunde und wird bis heute erfolgreich eingesetzt. Diese Pflanze hat entgiftende Eigenschaften und eine kühlende Wirkungsweise. Sie hat einen positiven Einfluss auf den Hautstoffwechsel. Bei entzündlichen Prozessen oder Hautausschlägen zeigt es eine sanfte und nachhaltige Wirkung. In alten Kräuterbüchern steht, dass die Vogelmiere oftmals als Tonikum bei zehrenden...
20. März 2020
Das Duftveilchen ist eine fast vergessene Heilpflanze. Einst wurde sie hochverehrt und häufig eingesetzt. Das Veilchen galt auch als Symbolträgerin der Hoffnung, der Liebe und des Übergangs. Eine wertvolle Begleiterein der jetzigen Zeit. Nun blühen die zarten, lila Blümchen in Gärten, auf dem Rasen, an Heckenrändern und auf Wiesen. Das Veilchen ist ein Frühlingsbote und verkörpert ewige Jungend und Hoffnung. Diese Blume gilt als Symbol der Liebe. Mit dem Duft des Veilchens hat so...
23. Februar 2020
Jedes Jahr befasse ich mich ganz speziell mit einer Pflanze. Nur in dem du die Pflanze während dem ganzen Jahr beobachtest, ihr zuschaust, dir Zeit nimmst, erfährst du das Wesentliche über sie. Die Pflanze öffnet sich und zeigt dir ihre Seele. Diese Saison widme ich den Wegerich Gewächsen. Mit den Wegerichen hatte ich nie eine besonders tiefe Begegnung. Bis ich dieses Gedicht, eine alte Kräuter Aufrufung gelesen habe: Und du, Wegerich, der Kräuter Mutter, nach Osten geöffnet, im Inneren...
17. Februar 2020
Das erste Grün auf den Wiesen mildert die Sehnsucht nach der warmen Jahreshälfte und verspricht Hoffnung. Auch an den Waldrändern und Staudenfluren erwacht das Leben. Singvögel pfeifen um die Wette, Mäuse huschen durch das dichte Laub. Die Knospen an den Ästen der Bäume sind dick und prall und platzen bald. Aber ist es noch nicht Zeit und die Bäume und Pflanzen üben sich in Geduld. Die Hasel als Frühblüher und Frühaufsteher lässt sich von den wärmer werdenden Tagen jedoch nicht...
08. Februar 2020
Tief verwurzelt in der Erde – verbunden mit dem Himmelreich. Der dicke, knorrige Stamm einer stattlichen Eiche mit seiner schuppigen Rinde ist bereits beeindruckend. Der Blick dem Baum entlang, hinauf in seine Krone die bis in den Himmel ragt, ist imposant. Mitteleuropa war einst mit Buchen und Eichenwäldern bedeckt. Es waren die heiligen Haine der Kelten, ihre Kultstätten. Als die Römer auf Feldzügen durch ihr Land zogen, fällten sie die hochverehrten Bäume. Ein Stich mitten ins Herz...
02. Februar 2020
Seit der Geburt des Lichtes zur Wintersonnenwende hat die Sonne täglich einen Hahnenschritt gemacht, leuchtet nun länger am Firmament und strahlt wärmer. Das Licht wird intensiver die hellen Stunden sind ergiebiger. Die Säfte in der schlummernden Erde erwachen. Das Wasser das lebenspendende Prinzip nährt die Erde. Während Regentagen wie heute, ziehen die Wurzeln das köstliche Nass in sich auf, die Samen saugen sich voll. Leise regt sich im Innern der Pflanzen das wiederkehrende Leben....
11. Januar 2020
Es ist faszinierend wie sich der Efeu an Bäumen hochhangelt und sich an den Stamm festklammert. Auch interessant ist, dass die Pflanze antizyklisch wächst, im Herbst blüht und im Winter Früchte trägt. Nur die stärksten und robustesten Vertreter der Pflanzenwelt haben diese Eigenschaften beibehalten und Leben ihren eigenen Rhythmus. Ebenso kann der Efeu als lebendes Fossil bezeichnet werden, es gab ihn schon in der Kreidezeit vor 100 Millionen Jahren. Die einzelne Pflanze kann bis zu 400...
21. Dezember 2019
Ein paar Impressionen aus der Natur zur morgigen Winter Sonnenwende. Magische Momente… Es ist der kürzeste Tag und die längste Nacht. Die dunkle Zeit findet ihren Höhepunkt und wird vom Licht besiegt. In der mythologischen Überlieferung gebiert die Erdgöttin, in tiefster Dunkelheit das Sonnenkind. Die Nächte zwischen der Winter Sonnenwende und dem zweiten Weihnachtstag werden auch Mutternächte genannt. Das zyklische Werden und Vergehen und die weibliche Kraft des gebären, sind dieser...
09. Dezember 2019
„Vor dem Holunder sollst du den Hut ziehen, vor dem Wachholder niederknien.“ Was für eine Ehre für diese beiden Gewächse die dem Volk so manchen guten Dienst erwiesen. Ehrfurchtsvoll und Dankbar waren die Menschen einst gegenüber den Pflanzenwesen. In der dunkleren Jahreshälfte wird gerne geräuchert. Bei diesen Ritualen ist der Wachholder eine wichtige Pflanze mit reinigenden und klärenden Eigenschaften. Ein Wachholderstrauch kann sehr alt werden. Im Reckholder, wie unsere Vorfahren...

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